WEITERBILDUNG & ZUSATZQUALIFIKATION IN HAMBURG

Spezielle

Schmerztherapie

Winter 22/23

DER SCHMERZKURS HAMBURG

Herzlich Willkommen in Hamburg

Wir als praxisorientierte Schmerztherapeut*innen, die täglich Schmerzpatient*innen behandeln und begleiten, möchten gerne unser über nun mehrere Jahre alltagserprobtes Wissen an Sie weitergeben.

Einerseits streben wir an, Ihnen den theoretischen leitliniengerechten Überblick über die Schmerzbilder aus den verschiedenen Fachbereichen gemäß dem Curriculum der Bundesärztekammer zu vermitteln. Andererseits werden wir Ihnen die Tücken der Praxis an realen Patient*innenbeispielen demonstrieren. Die Fähigkeit, eine korrekte sowie klinisch orientierte Untersuchung durchführen zu können, ist Pflicht bei der Diagnosefindung und Behandlung von Schmerzpatient*innen. Der neurologisch-orthopädische Untersuchungsgang sowie einige manualtherapeutische Untersuchungstechniken werden wir mit Ihnen praktisch üben und Ihnen genug Raum für Fragen ermöglichen.

Neben den fundierten Informationen zur medikamentösen Schmerztherapie werden darüber hinaus dem/ der Ärzt*in die oft weniger vertrauten Möglichkeiten der nichtmedikamentösen Ansätze nähergebracht. In diesem Rahmen laden wir Sie dazu ein, das eine oder andere auch selbst zu spüren und zu testen.

Die Landesärztekammer Hamburg hat diesen Kurs für die Erlangung der Zusatzbezeichnung „spezielle Schmerztherapie“ anerkannt. Die Zertifizierung des Kurses mit 80 CME-Punkten wurde beantragt.

Unser Kurs besteht aus 80 Unterrichtseinheiten (UE) à 45 Minuten, von denen 16 UE online als E-Learning im Homeoffice erarbeitet und 64 UE von unseren erfahrenen Referent*innen an zwei Terminen im Präsenzunterricht vermittelt werden.

Bei bestehendem Interesse melden Sie sich gerne auf unserer Website an.
Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

MODULE

Kompetenzziele nach Modulen der Bundesärztekammer

  • Epidemiologie chronischer Schmerzen und spezielle neurophysiologische Grundlagen der Schmerzentstehung und –verarbeitung kennen.
  • Chronifizierungsfaktoren nach dem bio-psycho-sozialen Schmerzmodell kennen. Durchführung und Strukturierung einer Schmerzanamnese nach diesem Modell.
  • Yellow und red flags erkennen und daraus präventive und therapeutische Handlungsalgorithmen entwickeln können.
  • Verschiedene Schmerzskalen und Klassifikationssysteme kennen, sowie Anwendung standardisierter Testverfahren und Fragebögen.
  • Soziokulturelle Unterschiede in der Schmerzwahrnehmung und dem Schmerzausdrucksverhalten kennen.
  • Placebo- und Noceboeffekte kennen und im Rahmen einer Schmerztherapie anwenden bzw. vermeiden.
  • Grundlegende Wirkmechanismen medikamentöser, physikalisch-physiotherapeutischer, psychologischer, interventioneller und komplementärmedizinischer Verfahren kennen, sowie deren Indikationen und deren Evidenz.
  • Grenzen der Akutschmerztherapie kennen und die Prinzipien interdisziplinärer Therapiekonzepte und Organisationsformen beschreiben können sowie Indikationen für monomodale und multimodale Therapieverfahren stellen.
  • Epidemiologie der Einnahme von Analgetika in der Bevölkerung kennen, sowie von Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit.
  • Klinik, Differentialdiagnose und Therapieprinzipien bei Suchterkrankungen kennen sowie Entzugsbehandlungen planen und durchführen.

  • Definition, Epidemiologie und aktuelle Systematik von neuropathischen Schmerzen und primärer und sekundärer Kopf-und Gesichtsschmerzen und deren Pathophysiologie kennen.
  • Neurologische Untersuchungen durchführen können.
  • Adäquate Diagnostik indizieren und entsprechende medikamentöse und nichtmedikamentöse Therapien einleiten können.
  • Interventionelle und operative Therapieverfahren kennen, sowie deren Indikationen und deren Evidenz.
  • Prinzipien der zentralen Schmerzverarbeitung und der Modulation durch psychosoziale Einflussfaktoren und psychische Komorbidität kennen.
  • Vorliegen von primär psychisch bedingten Schmerzen bzw. psychischer Komorbidität kennen.
  • Biologische, psychische und Verhaltensanteile sowie die sozialen Anteile am Schmerzerleben eruieren und gewichten können.
  • Indikationen, Möglichkeiten und Grenzen sowohl von psychotherapeutischen Verfahren als auch von aktivierenden und Entspannungsverfahren, einschl. Biofeedback sowie medikamentöser Therapieansätze kennen.

  • Detaillierte Kenntnis über spezifische und nicht spezifische Schmerzbilder.
  • Verschiedene Ausprägungen von Rückenschmerzen, Schulter-und Nackenschmerzen charakterisieren können und beschreiben sowie yellow und red flags erkennen und einer differenzierten Behandlung zuführen.
  • Gelenkschmerzen degenerativer oder entzündlicher Genese benennen können sowie entzündliche von nichtentzündlichen Schmerzen unterscheiden.
  • Klinische Merkmale lokaler Muskelschmerzen, weitverbreiteter Schmerzen (Syn.: widespread pain) und des Fibromyalgiesyndroms charakterisieren und beschreiben können.
  • Adäquate körperliche Untersuchung durchführen und apparative bzw. Labordiagnostik sowie die Integration weiterer Fachdisziplinen indizieren und veranlassen.
  • Leitliniengerechtes Vorgehen kennen und Erfahrung in der Durchführung von Gesprächen im Rahmen der Anamnese, Aufklärung, partizipativen Entscheidungsfindung und Motivationsbildung vorweisen.
  • Indikationen, Möglichkeiten und Grenzen medikamentöser Therapieansätze, manualmedizinischer bzw. manualtherapeutischer Verfahren, Physikalischer Therapie, Bewegungs-und Trainingstherapie, Psychotherapie, komplementärmedizinischer, interventioneller und operativer Therapieverfahren kennen.
  • Interdisziplinäre multimodale Therapieprogramme beschreiben und einleiten können.

  • Detaillierte Kenntnis haben über die Epidemiologie, Pathophysiologie und Symptomatik thorakaler, viszeraler, urogenitaler und vaginaler Schmerzen einschließlich funktioneller Schmerzsyndrome sowie chronischer arterieller und venöser Durchblutungsstörungen.
  • Ätiologie-orientierte und symptomatische Therapiestrategien, Möglichkeiten und Grenzen medikamentöser und psychotherapeutischer Therapieansätze, sowie interventioneller und operativer Therapieverfahren kennen.
  • Epidemiologie und Pathophysiologie persistierender Schmerzen nach Operation und Trauma kennen. Der Teilnehmer erkennt eine auffällige Schmerzentwicklung und kann sie als persistierenden (postoperativen bzw. posttraumatischen) Schmerz identifizieren und therapieren.
  • Epidemiologie und Pathophysiologie von Tumorschmerzen kennen und eine medikamentöse und nicht-medikamentöse Therapie initiieren können.
  • Ziele einer palliativmedizinischen Versorgung kennen und sie in Therapiekonzepte umsetzen können.
  • „Total-Pain“-Konzept und die Bedeutung psychosozialer und spiritueller schmerzmodulierender Faktoren kennen sowie die große Bedeutung psychosozialer Interventionen.
  • Konzept einer palliativen Sedierung kennen.
  • Detaillierte Kenntnisse über die Hospizversorgung und ärztliche Entscheidungen am Lebensende sowie rechtliche Voraussetzungen kennen.
  • Kenntnisse haben über die Epidemiologie der Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen.
  • Bedeutung der am Alter des Kindes/Jugendlichen ausgerichteten standardisierten Erfassungsinstrumente kennen.
  • Das in der Pädiatrie etablierte bio-psycho-soziale Modell chronischer Schmerzen kennen, welches altersspezifische psychosoziale Aspekte wie Familie, Geschwister, Peer-Group und Schule mit einbezieht.
  • Kenntnisse über Epidemiologie und die Auswirkungen chronischer Schmerzen bei alternden Patienten haben, sowie Funktionsbeeinträchtigungen, kognitive Beeinträchtigungen sowie deren emotionale und soziale Auswirkungen auf die Lebensqualität.
  • Instrumente zur Schmerzerfassung und Schmerzdokumentation bei alten und dementen Patienten beschreiben können und anwenden sowie angepasste Trainingsverfahren, psychologische und medikamentöse Verfahren initiieren können.

INFORMATIONEN

Auf einen Blick
Ort

BZ Business Center

Ludwig-Erhard-Straße 18

20459 Hamburg

Modul 1

(E-Learning & Präsenz)

16 UE E-Learning ab 11. Oktober 2022

4 UE Präsenz 11. November 2022

Modul 2 - 4

(Präsenz)

12. & 13. November 2022 (8:30-18:30)

19. & 20. Januar 2023 (8:30-18:30)

21. & 22. Januar 2023 (8:30-18:30)

Teilnahmegebühr

1.450 Euro (inkl. MwSt.)

inkl. Verpflegung - für Mitglieder der DGS 100 Euro Ermäßigung

Alle Module auch einzeln buchbar!

Modulpreis: 400 Euro (inkl. MwSt.) inkl. Verpflegung

Zertifizierung

Der Kurs ist von der LÄK Hamburg anerkannt.

80 CME-Punkte wurden beantragt.

Programm

entsprechend den Modulen der BÄK

Referent*innenliste

Flyer inkl. Programm

Anmeldung zum Kurs

ÜBER UNS

Das Team
Dr. Gundula Frank

Sektionsleiterin des Zentrums für interdisziplinäre Schmerztherapie AK Nord

Dr. Jan Stork

Chefarzt der Anästhesie und Leiter des Schmerzzentrums Krankenhaus Tabea

Dr. Gina Heinze

Anästhesistin Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

WEITERE FRAGEN?

FAQ

Kann die Anmeldung zu der gewünschten Veranstaltung bzw. einzelnen Programmpunkten mangels freier Plätze auch im Hinblick auf Hygieneschutzmaßnahmen nicht berücksichtigt werden, informiert der Veranstalter den Teilnehmer hierüber und weist ggf. auf alternative Veranstaltungen hin. 

Im Zuge der aktuellen globalen Pandemiesituation ist es selbstverständlich möglich, den Präsenzunterricht online, live und interaktiv zu gestalten, sollte es zu diesem Zeitpunkt keine andere Alternative geben. 

Die GbR „Der Schmerzkurs Hamburg“ setzt die von der Regierung vorgeschriebenen Hygieneschutzmaßnahmen sowie die Sicherheitsauflagen des jeweiligen Veranstaltungsortes in Zusammenarbeit mit dem Betreiber/ Hausherrn in den vom Kongress genutzten Räumlichkeiten um. 

Im Einzelfall ist die GbR „Der Schmerzkurs Hamburg“ berechtigt, Maßnahmen (wie z.B. Tragen eines Mund- und Nasenschutzes, Abstandsbegrenzung, Führen von Listen mit Namen, Adressen etc.) anzuordnen.

Bitte beachten Sie die aktuellen Regelungen zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes. Sollte zum Zeitpunkt der Veranstaltung das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes verpflichtend sein, bitten wir Sie, diesen vorzuhalten und im gesamten Gebäude zu tragen. 

Wir bitten Sie, bei ggf. vorgeschriebenen (Selbst-)Testpflichten diesen Folge zu leisten. Sollte dies erforderlich sein, werden wir Sie im Vorwege darüber informieren.

Wir behalten uns vor, die Veranstaltung notfalls als 2G/ 2Gplus Veranstaltung abzuhalten, um möglichst allen Teilnehmern eine sichere Teilnahme zu ermöglichen.

Unser Kurs richtet sich nach dem Curriculum der Bundesärztekammer und wird somit auch in anderen Kammerbezirken anerkannt.

In der Kursgebühr ist eine Getränkeflatrate sowie ein kleines Fingerfood-Frühstück, ein nahrhaftes Mittagessen und eine Kuchen-Pause am Nachmittag enthalten. Sollten Nahrungsmittelallergien oder Präferenzen (vegetarisch/ vegan/ glutenfrei etc.) bestehen, dann teilen Sie uns dies gerne mit, damit wir darauf Rücksicht nehmen können.